Therapeutisches Konzept

Grundlegendes Ziel der Behandlung von Tatgeneigten ist die Verhinderung eines erstmaligen gewalttätigen oder sexuellen Übergriffs. Zuerst gilt es, hierfür eine tragfähige therapeutische Beziehung zu den Klienten aufzubauen, die durch Vertrauen und Offenheit gekennzeichnet ist. Je nach aktueller Lebenssituation besteht zu Beginn der Behandlung die Notwendigkeit einer Krisenintervention, die beispielsweise emotionale Stabilisierung, auch das Schließen eines Non-Suizid-Kontrakts oder die Vermittlung einer Rechtsberatung enthalten kann. Weiterhin gilt es, die Therapiemotivation zu stärken und zu stabilisieren. Für einige Klienten ist hierbei die Anonymität ein wichtiger Faktor.

 

Gleich zu Beginn der Behandlung werden gemeinsam mit dem Klienten die Faktoren, die für die Tatneigung verantwortlich sind, herausgearbeitet. Hier kann es sich um lebensgeschichtliche Ereignisse und damit verbundene Prägungen handeln, die sich in bestimmten problematischen Einstellungen, Persönlichkeitsmerkmalen und Verhaltensweisen zeigen, die mit der Tatneigung assoziiert sind. Basierend auf diesen Faktoren (Therapieziele) ist die Therapie zu gestalten.

 

Das therapeutische Setting der FAB bei der Behandlung von Tatgeneigten ist die Einzeltherapie. Gruppentherapie wird nicht durchgeführt.

Die Einzeltherapie wird inhaltlich gestaltet nach den – insbesondere für den forensischen Kontext - wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkprinzipien und wirksamen therapeutischen Strategien. Die Einzeltherapie orientiert sich damit an dem sogenannten „state of art“ der therapeutischen Behandlung von Tatgeneigten und Straffälligen und wird damit „lege artis“ durchgeführt.

Ziel einer jeden Therapie ist es, ein straffreies Leben zu leben.

Eine Therapie dauert durchschnittlich 1 Jahr, wobei sowohl wesentlich kürzere als auch längere Zeiträume möglich sind, je nach Bedarf des Betroffenen.

Anfangs finden die Termine wöchentlich statt, später werden die Abstände zunehmend vergrößert.

 

Alle Therapiesitzungen finden einzeln statt.

Schweigepflicht

Alle unsere TherapeutenInnen sind gesetzlich an die Schweigepflicht gemäß § 203 StGB gebunden.

Was steht im § 203 StGB? (externer Link)

"Stopp - bevor was passiert!ist ein Angebot der 

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